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Hörsturz: Was tun? Die wichtigsten Schritte, wenn plötzlich ein Ohr schlechter hört

Ein Hörsturz kommt meist plötzlich. Ein Ohr fühlt sich wie „zugedrückt“ an, das Hören ist gedämpft oder bricht deutlich ein. Viele beschreiben es wie Watte im Ohr. Andere merken einfach: irgendetwas stimmt nicht mehr.

In dieser Situation ist es verständlich, dass Unsicherheit entsteht. Wichtig ist jetzt vor allem: nicht in Panik geraten, aber auch nicht einfach abwarten. Es gibt sinnvolle Schritte, die Sie gehen können.

Was ist bei einem Hörsturz jetzt am wichtigsten?

Das Wichtigste ist eine zeitnahe HNO-ärztliche Abklärung. Hinter einer plötzlich auftretenden Hörminderung können verschiedene Ursachen stecken, die sich von außen nicht sicher unterscheiden lassen. Erst die Untersuchung des Ohres und ein fachärztlicher Hörtest zeigen, ob tatsächlich das Innenohr betroffen ist und ein Hörsturz vorliegt.

Die schulmedizinische Diagnostik steht am Anfang. Wenn geklärt ist, was vorliegt und welche Akutbehandlung angezeigt ist, kann man anschließend sinnvoll über ergänzende Möglichkeiten sprechen.

Was der HNO bei einem Hörsturz untersucht

Bei der HNO-Untersuchung wird zunächst geprüft, ob eine andere Ursache für die plötzliche Hörminderung vorliegt, beispielsweise eine Verlegung des Gehörgangs oder ein Problem im Mittelohr. Anschließend zeigt ein Audiogramm, welche Frequenzen betroffen sind und wie stark der Hörverlust ausgeprägt ist. Besonders aufschlussreich ist dabei die Messung über Luft- und Knochenleitung, weil sie Hinweise darauf gibt, ob die Hörminderung tatsächlich im Innenohr liegt.

Diese Untersuchung ist keine Formalität, sondern die Grundlage für alles Weitere. Wenn Sie später zu uns in die Praxis kommen, bringen Sie vorhandene Hörtests und Befunde am besten mit. So können wir besser einschätzen, welche ergänzenden Möglichkeiten in Ihrer Situation überhaupt sinnvoll sind

Das Zeitfenster verstehen

Oft hört man, dass bei einem Hörsturz jede Stunde zählt. Das stimmt zum Teil, greift aber zu kurz.

Ja, die ersten Tage sind wichtig. Gleichzeitig zeigt die Erfahrung, dass auch danach noch Veränderungen möglich sind. Viele geben zu früh auf, wenn sich nicht sofort etwas verbessert. Entscheidend ist weniger ein starres Zeitfenster, sondern die Frage, was konkret unternommen wird.

Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es bei einem Hörsturz?

Die klassische Behandlung besteht häufig in der Gabe von Kortison. Ziel ist es, Prozesse im Innenohr zu beeinflussen und eine mögliche Entzündung zu regulieren.

Daneben gibt es weitere Ansätze, etwa durchblutungsfördernde Maßnahmen oder ergänzende Verfahren. Die Wirkung ist dabei nicht bei jedem gleich.

Deshalb ist weniger die einzelne Methode entscheidend, sondern ob sie zur jeweiligen Situation passt.

Wie wir in der Praxis in Ahrensburg bei Hörsturz vorgehen

In der Praxis zeigt sich immer wieder, dass ein Hörsturz selten nur eine einzige Ursache hat. Deshalb arbeiten wir mit einem kombinierten Ansatz. Dazu gehören unter anderem:

  • Aufklärung über den sinnvollen Einsatz von Gehörschutz

  • Laseranwendungen zur Unterstützung des Innenohrs

  • therapeutische Arbeit mit EMDR, insbesondere wenn belastende Situationen eine Rolle spielen

  • Prüfung ob und wenn ja, welche Nahrungsergänzungsmittel sinnvoll eingesetzt werden können

Dabei geht es nicht darum, eine Methode in den Mittelpunkt zu stellen, sondern die individuelle Situation insgesamt zu verstehen.

Wann sollten Sie handeln?

Grundsätzlich gilt: Je früher Sie sich mit der Situation auseinandersetzen, desto besser. Das bedeutet nicht, überstürzt zu reagieren. Aber es bedeutet, die Veränderung ernst zu nehmen und nicht zu lange zu zögern. Auch wenn der Hörsturz schon einige Zeit zurückliegt, kann es sinnvoll sein, die Situation noch einmal genauer zu betrachten. Ein Hörsturz ist eine deutliche Veränderung, die nicht einfach übergangen werden sollte.

Gleichzeitig gibt es nicht den einen richtigen Weg, sondern verschiedene Möglichkeiten, die je nach Situation sinnvoll sein können. Entscheidend ist, die Lage zu verstehen und daraus die nächsten Schritte abzuleiten.

Wenn Sie unsicher sind, kann eine individuelle Einschätzung helfen, mehr Klarheit zu bekommen.

 

Melden Sie sich gerne, wenn Sie Fragen haben.

Herzliche Grüße

Boris Seedorf

Das Erstgespräch dauert ca. 75 Minuten und kostet 90 €. In der Praxis oder Online.

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